Kompromißangebot?

Die Clubcommission teilte am Freitagabend mit:

Es ist nicht die XXL Variante, aber ein wichtiger Schritt. In Gesprächen mit den Verantwortlichen der beteiligten Verlage wurde von uns die existenzielle Bedeutung der vielfältigen Kulturszene für den Standort Berlin, aber auch für die hier agierenden Medienunternehmen deutlich gemacht. Wir haben mitgeteilt, dass wir zwar möglicherweise wenig die Strategien von großen Medienunternehmen verändern können, die Produkte dieser Unternehmen, Stadt- und Szenemagazine wie Onlineportale, aber sehr wohl von ihrem Image in unseren Szenen und der Stadt insgesamt abhängig sind. Darauf haben wir großen Einfluss.

 

Im Resultat unseres heutigen Gespräches mit Nils Mester, Geschäftsführer der Zitty, wurde folgendes festgehalten:

  1. Die Aktion von Cine Marketing GmbH ist kein Ultimatum mehr, sondern nur noch ein Angebot.
  2. Daneben gibt es die Möglichkeit, kostenfrei Veranstaltungsdaten online über eine Eingabemaske in eine Datenbank einzutragen, von welcher aus die Daten dann zu diversen Redaktion übermittelt werden.
  3. Die nunmehr in ein Angebot verwandelte Variante, Veranstaltungsdaten per Brief, Fax oder Mail an Cine Marketing zu senden, um es dann von ihnen fehlerkorrigiert in eine Datenbank einzustellen und an diverse Medien weiter leiten zu lassen, besteht kostenpflichtig parallel weiter.
  4. Es ist nicht geplant, die Kosten dafür in Zukunft zu erhöhen. Das Ziel der beteiligten Verlage ist es nicht es nicht, neue Einnahmequellen zu erschließen, sondern gestiegene Kosten zu reduzieren, die aus der Verarbeitung der Daten resultieren.
  5. Der Weg, über welchen die Daten transferiert werden – kostenfrei über Onlineeingabemaske oder kostenpflichtig über Cine Marketing – hat keinerlei Auswirkung auf die Veröffentlichung der Daten.
  6. Bis zur Einführung und Verbreitung der Onlineeingabemaske Anfang kommenden Jahres werden eure Veranstaltungsdaten weiter wie gehabt kostenfrei veröffentlicht.  

Das ist zunächst ein Zwischenstand. Die recht konstruktive Atmosphäre unseres Gespräches lässt darauf hoffen, dass weitere Punkte für alle Beteiligten positiv zu klären sind. Aus unserer Sicht kann auf Basis dieses Standes zunächst von weiteren Boykottmaßnahmen abgesehen werden. Eine Verschärfung des Konfliktes scheint uns aufgrund der erzielten Lösung und der deutlich signalisierten Gesprächsbereitschaft der beteiligten Medien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sinnvoll.

Bitte gebt uns ein kurzes Feedback, wie ihr den Kompromiss einschätzt.

Die Reaktionen und Einschätzungen auf diese Rundmail sind sehr unterschiedlich.

Wer wissen will, wer hinter der Clubcommission steht, findet die Mitglieder hier.

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